30 Aufgaben für die Taschengeldbörse – und was nicht dazugehört

20. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit · Team Verbindet Generationen

Vom Laubrechen bis zum Videoanruf mit den Enkeln: 30 Aufgaben, die gut zu einer Taschengeldbörse passen – dazu klare Ausschlüsse, drei Prüffragen und die wichtigsten Grenzfälle.

Eine Person geht mit einem weißen Hund an der Leine spazieren.
Foto: Christian Testa / Unsplash

Was können Jugendliche über eine Taschengeldbörse übernehmen? Mehr, als viele denken – von der Gartenarbeit bis zur Hilfe am Smartphone. Genauso wichtig ist aber, was nicht dazugehört. Hier ist unsere Liste mit 30 Aufgaben, die gut passen, dazu die klaren Ausschlüsse und die Grenzfälle, bei denen es auf die Details ankommt.

Auf einen Blick

  • Gut passen Aufgaben, die leicht, geeignet und überschaubar sind.
  • Die Kinderarbeitsschutzverordnung nennt für private Haushalte unter anderem Haus- und Gartenarbeit, Botengänge, Einkäufe, Nachhilfe und die Betreuung von Haustieren.
  • Nicht vermittelt werden Pflege, gefährliche Geräte, Arbeiten in der Höhe, schweres Heben, Fahrdienste und Geldgeschäfte.
  • Für alle Aufgaben gilt derselbe Zeitrahmen: höchstens zwei Stunden am Tag, zwischen 8 und 18 Uhr, nicht vor oder während der Schule.

30 Aufgaben, die gut passen

Garten und Hof

  • Laub rechen
  • Unkraut zupfen
  • Beete und Blumen gießen
  • Rasen mähen mit dem Handmäher
  • Hof und Gehweg kehren
  • Schnee vom Gehweg räumen – nachmittags oder samstags
  • Blumen pflanzen, Balkonkästen bepflanzen

Einkauf und Botengänge

  • Einkauf nach Liste – ohne Alkohol und Tabak
  • Medikamente in der Apotheke abholen
  • Pakete und Briefe zur Post bringen
  • Altpapier oder Altglas in kleinen Mengen wegbringen
  • Brötchen oder Zeitung holen

Digitale Hilfe

  • Ein neues Smartphone einrichten
  • Videoanruf mit der Familie einrichten und üben
  • Nachrichten und Fotos verschicken erklären
  • Fotos sortieren oder ein Fotobuch gestalten
  • Eine Warn-App wie NINA installieren
  • Fernseher, Radio oder Drucker einstellen

Gesellschaft und Begleitung

  • Vorlesen
  • Gesellschaftsspiele spielen
  • Gemeinsam spazieren gehen
  • Zu Fuß zum Arzt, zum Bus oder zum Friedhof begleiten

Haushalt und Handgriffe

  • Mülltonnen an die Straße stellen
  • Wäsche aufhängen oder zusammenlegen
  • Pflanzen gießen während des Urlaubs
  • Ein Regal nach Anleitung aufbauen – ohne Elektrowerkzeug
  • Fahrrad putzen

Tiere und Lernen

  • Einen ruhigen Hund ausführen
  • Die Katze im Urlaub füttern
  • Hausaufgabenhilfe für Jüngere

Besonders gefragt ist die digitale Hilfe. Bei vielen älteren Menschen geht es dabei gar nicht um Technik, sondern um Kontakt: ein Videoanruf mit den Enkeln, ein Foto aus dem Garten, eine Nachricht in der Familiengruppe.

Was nicht vermittelt wird

Einige Aufgaben sind ausgeschlossen – auch wenn beide Seiten einverstanden wären. Hier gilt ein klares Nein:

AusgeschlossenWarum
Pflege und medizinische Hilfe, etwa Waschen oder Medikamente gebenErfordert Fachwissen und eine Verantwortung, die Jugendliche nicht tragen sollen
Motorsense, Kettensäge, Heckenschere mit Motor, KreissägeHohes Verletzungsrisiko
Arbeiten auf Leitern über Trittleiterhöhe, auf dem Dach, Fenster außen im ObergeschossSturzgefahr
Umgang mit Chemikalien, etwa Unkrautvernichter oder scharfe ReinigerGesundheitsgefahr
Schweres Heben: Möbel, Waschmaschinen, große volle GetränkekistenBelastet den wachsenden Körper
Fahrdienste mit Auto, Roller oder FahrradKeine Nachbarschaftshilfe im Sinne der Börse
Geldgeschäfte, Online-Banking, PIN und PasswörterMissbrauchsrisiko auf beiden Seiten
Alleinige Aufsicht über kleine KinderDie Aufsichtspflicht bleibt bei den Eltern
Renovieren, Elektrik, SanitärDafür gibt es Fachbetriebe
Einkauf von Alkohol oder TabakGesetzlich ausgeschlossen
Ausschlüsse nach dem Muster-Aufgabenkatalog von Verbindet Generationen

Im Zweifel: drei Prüffragen

Nicht jede Anfrage passt in eine Liste. Dann hilft ein einfacher Test, den auch die Ansprechperson vor Ort nutzen kann:

  1. Ist die Aufgabe leicht? Kein schweres Heben, keine gefährlichen Geräte, keine Fachkenntnis nötig.
  2. Ist die Aufgabe geeignet? Sie passt zu Alter, Erfahrung und Zutrauen der jungen Person.
  3. Ist die Aufgabe überschaubar? Sie ist klar beschrieben, zeitlich begrenzt, und jemand ist erreichbar.

Wird eine der drei Fragen mit Nein beantwortet, wird die Aufgabe nicht vermittelt. Am besten erklärt die Ansprechperson kurz, warum – und nennt, wenn möglich, eine Alternative.

Grenzfälle, bei denen es auf die Details ankommt

Rasen mähen

Mit dem Handmäher in der Regel kein Problem. Bei Motorgeräten ist Vorsicht geboten: Die Kinderarbeitsschutzverordnung nennt Unfallgefahren an Maschinen ausdrücklich. Ein Blick in die Bedienungsanleitung lohnt sich – dort steht oft ein Mindestalter.

Schnee räumen

Passt gut – aber erst ab 8 Uhr und nicht vor der Schule. Früh am Morgen vor dem Unterricht ist also tabu, nachmittags und samstags geht es. Sonntags bleibt frei.

Hund ausführen

Nur mit ruhigen, vertrauten Hunden. Den Ablauf vorher gemeinsam durchgehen. Manche Börsen verlangen zusätzlich eine Hundehaftpflichtversicherung.

Kinder betreuen

Das Gesetz erlaubt es. Die alleinige Aufsicht über kleine Kinder sollte aber bei den Eltern bleiben. Die Altersgrenze legt jede Gemeinde selbst fest.

Beispiel: So beschreiben Sie eine Aufgabe

Laub rechen im Vorgarten, etwa eine Stunde. Rechen und Laubsäcke sind da, ich bin die ganze Zeit zu Hause. Am liebsten Mittwoch oder Donnerstag nach 15 Uhr. Taschengeld: 8 Euro.

Je klarer eine Aufgabe beschrieben ist, desto schneller findet sich jemand – und desto weniger Missverständnisse gibt es. Wichtig sind: Was ist zu tun? Wie lange dauert es ungefähr? Welche Geräte sind vorhanden? Ist jemand da?

So machen wir es bei Verbindet Generationen

Die Gliederung dieser Aufgabenliste – etwa Garten, Einkauf oder Digitales – hilft bei der Auswahl geeigneter Tätigkeiten. Solche Aufgaben sind auch mit Basis möglich. Davon zu unterscheiden sind öffentliche Aufgabenkategorien und die Filterung nach Kategorien auf der Plattform: Sie gehören zum freigegebenen Umfang von Premium sowie Stadt & Verbandsgemeinde, nicht zu Basis. Die Unterscheidung zwischen „Hilfe gesucht“ und „Hilfe angeboten“, Druckfunktionen und die örtliche Vermittlung bleiben davon unberührt.

Startunterlagen und Druckfunktionen sind in Basis und Premium enthalten; für die Startunterlagen sind ausfüllbare PDFs vorgesehen. Alle Dokumente werden zentral bereitgestellt, nicht je Ort individualisiert. Das Kommunikationspaket samt eigener Social-Media-Verlinkung im Footer ist in Premium enthalten und bei Basis optional erhältlich. Die Grenzen geeigneter Aufgaben gelten unabhängig vom Paket. Den Umfang der Unterlagen und Navigation zeigt der Paketvergleich. Die technische Umsetzung neuer Paketregeln ist gesondert erforderlich; bestehende Ortsseiten werden dadurch nicht automatisch umgestellt.

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